Detektivwand / Denkgewebe
zeigt Denken als Netzwerk. Zeichnungen, Texte und Bilder sind durch Fäden verbunden und bilden ein offenes Gefüge aus Assoziationen, Spannungen und möglichen Bedeutungen.
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Werkbeschreibung
ohne Titel (Detektivwand / Denkgewebe)
Mixed Media, Zeichnung, Fäden, Stecknadeln, Fundstücke
Dieses Werk ist als offenes Denkfeld angelegt.
Zeichnungen, Skizzen, Texte, Bilder und Objekte sind durch farbige Fäden miteinander verbunden. Die Verbindungen folgen keiner linearen Erzählung, sondern bilden ein Netz aus Assoziationen, Wiederholungen und Brüchen.
Die Wand funktioniert wie ein externisiertes Denken:
Ideen entstehen nicht isoliert, sondern im Bezug zueinander.
Die Fäden markieren keine eindeutigen Ursachen, sondern Spannungen, Übergänge und Hypothesen.
Es gibt keinen festen Anfang und kein Ziel.
Die Betrachtenden sind eingeladen, eigene Pfade durch das Gefüge zu legen – Zusammenhänge zu vermuten, zu verwerfen und neu zu knüpfen.
Das Werk bleibt bewusst unabschließbar.
Es zeigt Denken nicht als Ergebnis, sondern als fortlaufenden Prozess.
Kontext / Inspiration
Die Arbeit ist inspiriert von der Ausstellung von Kazuko Miyamoto (KW Institute for Contemporary Art, 2025) sowie von der visuellen Metapher des Detektivboards aus dem Film A Beautiful Mind.
Während Miyamoto mit Linien und Fäden Raum, Körper und Bewegung sichtbar macht, greift dieses Werk das Prinzip des Vernetzens auf die Ebene des Denkens und Erinnerns.
Das Detektivboard dient dabei nicht als Narrativ, sondern als Struktur: Wissen entsteht im Verbinden – nicht im Ordnen.