Herz & System– zwischen Gefühl und Getriebe
ist eine malerische Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld zwischen innerem Empfinden und äußerem Druck. Ein Bild über Überforderung, Anpassung und die Frage, was vom Menschen bleibt, wenn Gefühle funktional werden sollen.
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Was bleibt vom Menschen, wenn man sein Herz in Zahlen misst?
Was geschieht, wenn inneres Erleben in Raster gepresst wird?
Wenn Empathie messbar werden soll.
Wenn Nähe, Leistung und Wert in Tabellen erscheinen.
Und das Herz beginnt, sich erklären zu müssen.
Dieses Gemälde entstand in einem Moment der Überforderung.
Zu viele Nachrichten.
Zu viele Anforderungen.
Zu viele Metriken.
Darunter – fast überdeckt –
ein schlagendes Herz,
das nicht optimiert werden will,
sondern einfach existiert.
Die linke Bildhälfte:
Licht, Fäden, Puls.
Das Unbenennbare.
Das, was gespürt wird, bevor es begriffen werden kann.
Die rechte Bildhälfte:
Ordnung, Papier, Struktur.
Das, was erwartet wird,
um in Systemen zu funktionieren.
Dazwischen:
ein zerbrochener Spiegel.
Nicht als Symbol der Zerstörung,
sondern als Zeichen innerer Spannung.
Denn oft zerbrechen wir nicht an Gegensätzen,
sondern an der Frage:
Wer bin ich, wenn ich gleichzeitig fühlen und funktionieren soll?
„Ich bin kein Entweder-oder.
Ich bin ein Sowohl-als-auch –
zerrissen, aber echt.“
— Elian M. Varek